Konflikte

 

“Please Give” – Ein Filmerlebnis der anderen Art Ist das Elend der Armen angesichts des eigenen Wohlstandes verantwortbar? Mit dieser Frage beschäftigte sich wohl Nicole Holofcener als sie das Drehbuch des Filmes “Please Give” schrieb und anschließend Regie führte. Und obwohl die Thematik nicht besonders unterhaltsam scheint, ist es ihr gelungen, ein lustiges, leicht ironisches Filmwerk zu kreieren und dennoch die Zuschauer zum Nachdenken anzuregen.

Moralische Konflikte in “Please Give” Kate, die ihr Geld mit dem Verkauf der Besitztümer von Verstorbenen verdient, ist zwischen dem großen Profit und ihrem schlechten Gewissen hin und her gerissen. Ihre Probleme werden durch den untreuen Ehemann Alex und die pubertäre Tochter Abby zusätzlich erschwert, und als die junge Familie ihre Wohnung ausbauen will, stellt sich ihnen ausgerechnet eine 91-jährige Dame in den Weg…

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Geld

“Please Give”: Arm und Reich in New York “Please give”, ein Film von Nicole Holofcener, kam Juli 2010 in die deutschen Kinos und spielt im Künstlerviertel Greenwich Village in Manhattan, wo die Möbelhändlerin Kate angesichts der Armut der Obdachlosen aufgrund ihres eigenen Reichtums und ihrem Profit vom Leid Anderer in einen inneren Konflikt gerät.
Ethische Konflikte in “Please Give” Wenn ein Mensch stirbt, bleiben oft wertvolle Dinge zurück und mit genau diesen verdient Kate, Ehefrau und Mutter einer 15-jährigen Tochter, ihr Geld. Dass sie diese Besitztümer für einen kleinen Preis erwirbt um sie dann für viel Geld zu verkaufen, macht ihr ein schlechtes Gewissen und lässt sie privat zu einem selbstlosen Menschen werden. Jedoch verliert sie langsam ihr Leben und ihre Familie aus dem Blick, denn Ehemann Alex beginnt eine Affaire…

Kritik

Kate und Alex leben in Greenwich Village, dort bewohnen sie mit ihrer Tochter Abbey eine Eigentumswohnung, die sie vergrößern möchten, diesem Plan steht die 90-jährige Andra im Weg, die in der Nachbarwohnung ein lebenslanges Wohnrecht genießt. Kate und Alex betreiben einen Exklusiven Secondhandshop, in dem sie exquisite Möbel aus Haushaltsauflösungen vertreiben. Kate leidet unter ihrem schlechten Gewissen, die allgegenwärtige Armut und ihr Reichtum, das Warten auf Andras Tod zerreißen sie fast. Abbey hat als pubertierendes Kind wenig Verständnis für die Doppelmoral ihrer Eltern, vor allem nicht für das Verhalten Kates, die ihr schlechtes Gewissen dadurch zu beruhigen versucht, dass sie Bettler mit Geld überhäuft, während sie Abbey jeden Luxus verbietet. Alex betrügt derweil Kate mit Andras Enkeltochter. Er beendet die Affäre erst, als Andra stirbt und die Wohnung frei wird. Kate muss ihr Scheitern als Helferin akzeptieren, als sie als ehrenamtliche Mitarbeiterin in einem Altenheim und einem Behindertenheim wegen ihres Helfer-Syndroms abgelehnt wird. Der Film liefert keine Antworten, obwohl er für eine Komödie ungewöhnlich viele Fragen aufwirft. Die Ähnlichkeit zu Woody Allans „Stadtneurotiker“ kommt nicht von ungefähr. Beide Filme beschreiben die Schizophrenie des Lebens in einer Großstadt mit all ihren Gegensätzen. Auch im Kinoprogramm in Darmstadt kam der Film zur Premiere außergewöhnlich gut an.

Moral

Moralische Zwiespälte in “Please Give” Mit dem 2010 erschienenen Film “Please Give” gewährt Nicole Holofcener den Zuschauern einen Einblick in das Leben einer Kleinfamilie, die mitten im stressigen Alltag New Yorks in einen ethischen Zwiespalt gerät.

“Please Give” – Profit durch Tod? Während die Möbelhändler Alex und Kate mit Tochter Abby im Luxus leben, müssen die Obdachlosen in ihrer Straße um Geld für eine Mahlzeit betteln. Um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen, beginnt Kate ihnen zu helfen. In ihrem Job jedoch betrügt sie andere indem sie den Besitz von Verstorbenen aufkauft um ihn für einen vielfach höheren Preis weiterzuverkaufen. So gerät sie in einen moralischen Zwiespalt, der noch dadurch verstärkt wird, dass die drei praktisch auf den Tod der alten Nachbarin warten, deren Appartement sie zur Vergrößerung ihrer Wohnfläche benötigen.

Please give

Please Give
Die New Yorkerin Kate beginnt ihr Leben zu hinterfragen: Während ihre Familie ein Luxusleben führt, müssen Obdachlose vor ihrer Haustür um die nächste Mahlzeit bangen. Um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen, versucht Kate durch Spenden und ehrenamtliche Arbeit ein “guter Mensch” zu sein. Doch stößt sie schnell an ihre Grenzen, denn nicht nur die pubertierende Tochter Abby, sondern auch ihre 91-jährige Wohnungsnachbarin Andra stellt ihre Gutmütigkeit auf die Probe. Denn die alte will Dame wohnt genau in der Wohnung, die die Familie zum Ausbau ihres Eigenheims benötigt…

Auch wenn Please Give kein 3D Film ist, ist er sowohl witzig, als auch interessant. Ein empfehlenswerter Film!